Freitag, 4. Januar 2019

Die Ruhe vor dem Sturm


Es war wie damals. Ich kannte dieses Gefühl, diese Kälte. Ahnungslos warum und trotzdem nachts schlaflos. Angst was passieren würde, wann es passieren würde. 
Und dann war da dieser Tag. Ich war wie gelähmt und wusste nicht was ich sagen sollte. Ich wollte einfach nur wegrennen, ganz schnell und ganz weit. 
Ich hatte Dir so viel zu sagen doch du hörtest mir nicht zu. Ich habe geschrien in der Hoffnung von dir gehört zu werden aber du hast mich nicht verstanden. Es ist als würden wir andere Sprachen sprechen. 
Es ist als wenn es gestern wäre, da haben wir uns noch blind verstanden.
Ich habe immer für uns gekämpft und hätte alles geopfert. 
Ich hätte es nie für möglich gehalten aber du hast mich gehen lassen. Du hast mich alleine gehen lassen, los gelassen. 
Unser Versprechen was wir uns gegeben haben, aufgelöst binnen weniger Sekunden.
Wir, für immer doch plötzlich war es vorbei.

Glaub mir ich komm klar. Aber beim letzen Mal dachte ich niemand könnte mich jemals mehr enttäuschen und du hast mir versprochen das lässt du nicht zu. Jetzt bist du die selbst Enttäuschung.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Meine letzten Worte an Dich

Niemals habe ich jemanden so geliebt wie dich!
 Auf diese Art und Weise, die ich gar nicht beschreiben kann. War das überhaupt Liebe? Keine Ahnung.
Aber du hast mir das Gefühl gegeben, gut zu sein. Gut zu sein, so wie ich bin. Gut zu sein, so wie ich bin und nicht anders.
In deiner Nähe war Ich Ich. In deiner Nähe ging es mir gut. In deiner Nähe hatte ich keine Sorgen. Alles schien unbeschwert zu sein.
Ich hatte das Gefühl dich zu kennen und dann auch wieder nicht. Wir waren uns so ähnlich und doch so verschieden. Ich konnte nicht mit und auch nicht ohne dich.
Eine Zukunft mit dir, unvorstellbar.
Und doch war da immer die Angst vor dem Tag, an dem alles vorbei sein würde. Die Angst vor dem Tag, von dem ich nicht wusste, ob er ein guter oder ein schlechter sein würde. Die Angst davor wie es werden wird.
Dann kam dieser Tag. Es wurde ein schlechter. Ich hatte das Gefühl auf einmal nicht mehr Gut genug zu sein. Nicht mehr gut genug zu sein, so wie ich bin. Ich hatte das Gefühl anders sein zu müssen. Besser sein zu müssen. Deine Nähe tat weh. In deiner Nähe ging es mir nicht mehr gut. In deiner Nähe schien alles so schwer.
Ich hatte das Gefühl dich nie gekannt zu haben. Eine Zukunft ganz ohne dich, wollt' ich nicht.
Und die Angst vor dem Tag war berechtigt. Die Angst vor dem Tag, der ein schlechter wurde. Die Angst davor wie es letztendlich wurde.
Jetzt bist du glücklich. Auf jeden fall denke ich du bist glücklich. Ich wünsche dir, dass du glücklich bist.
Manchmal denke ich an dich und frage mich wie es dir geht. Ich frage mich ob es dir ähnlich ist. Ich frage mich ob du manchmal an mich denkst. Einfach so. Einfach so, weil wir schöne Zeiten zusammen hatten. Einfach so, weil es dich interessiert.
Ich hätte mir gewünscht, dass alles endet nie. Oder es endet anders. Es war klar, dass es endet.
Ich wusste, dass es endet. Es war für uns beide besser dass es endet.
Du bist in mein Leben gekommen und du bist wieder gegangen.
Du warst einfach da und dann wieder weg.
Ich bin immer noch hier. Immer noch hier und warte was passiert. Will dich in guter Erinnerung behalten, doch fange an dich zu hassen. Dafür, dass du glücklich bist und ich nicht. Dafür, dass es dir egal ist, wie es mir geht. Dass es dich nicht interessiert was ich gerade mache.

Jetzt kann ich stark sein. Einfach klar sein. Mit der Situation fein sein.
Ich kann mir erlauben dich in guter Erinnerung zu halten und hoffen dass es dir gut geht und du glücklich bist. Irgendwann bin ich das auch. Irgendwann treffe ich auch jemanden der mich glücklich macht, der mich alles andere vergessen lässt. Irgendwann treffe ich jemanden, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann. So wie du.
Und dann, dann treffen wir uns vielleicht und können uns erinnern an das was wir hatten oder auch nicht hatten. Dieses Undefinierbare. Dieses Gefühl was ich beschrieben habe mit Liebe, weil mir nichts anderes dazu eingefallen ist. Wäre es Liebe gewesen, wäre es anders gekommen, aber unwichtig warst du mir nie.

Samstag, 15. Dezember 2018

Perfekt sein

Was ist, wenn ich versage. Wenn ich nicht erreiche was ich mir vorgenommen habe. Wenn ich nur normal bin. Standart. Ganz gewöhnlich.
Die Vorstellung tief in mir wie schön es wäre perfekt zu sein. Jemand, den andere sich zum Vorbild nehmen. Jemand, der etwas geschafft hat. Als gutes Beispiel voran gehen. Erfolg in allen belangen. Jemand werden der erreicht, voran andere scheitern. Alles besser machen. Alles können. Alles ausprobieren. Perfekt sein.
Nie nichts machen, immer produktiv sein. Alles unter Kontrolle haben, niemals den Überblick verlieren. Niemals hinterher sein, alles sofort machen. Geht nicht, gibt es nicht. Niemals aufgeben, immer weiter machen. Keine Pausen.
Verlass, ist nur auf mich selbst. Selbstverantwortung. Alleine stark sein, unabhängig. Aber alleine. Einsam.
Gefühle machen mich schwach. Gefühle blende ich aus. Liebe verletzt mich. Hass kontrolliert mich. Neutral zu allem. Neutral zu jedem. Gefühllos. Kalt.
Richtig handeln, immer. Um nicht schwach zu wirken, allen Normen folgen. Niemals schwach werden. Normen werden zu Regeln. Regeln zu Zwängen.
Leben, was bedeutet das. Ich bin am Leben, reicht das?
Einen Abend Spaß haben und dann? Zu wenig Schlaf, zu wenig Energie. Ich muss eine Pause machen. Ich kann nicht weiter machen. Ich erreiche mein Ziel nicht. Ich bin nicht perfekt. Ich werde schwach und bin nur normal. Nichts besonderes. Nichts außergewöhnliches. Standart.



Mittwoch, 5. Dezember 2018

Rückblickend betrachtet kannte ich das Ende schon

Kleinen Kindern ließt man zum einschlafen Märchen vor, oder singt ein gute Nacht Lied. Man schützt sie vor allem bösen und erzählt ihnen von allem guten. Kleine Kinder sehen die Welt aus anderen Augen.
Als Ich klein war habe ich angefangen mir eine genaue Vorstellung zu machen, wie mein Leben irgendwann aussehen soll: Eine Perfekte Welt, eine heile Welt, eine Märchenwelt. Sie befolgte alle Normen und Ideale. Mit der Zeit fangen auch Kinder an zu begreifen dass nicht immer alles perfekt sein kann. Im Leben läuft es nicht immer nur geradeaus und nach oben. Wenn man einen Berg hochwandert ist es zu beginn sehr schwierig, oben angekommen hat man eine wunderschöne Aussicht und ist voller stolz, angekommen zu sein. Genauso gefährlich ist es dann aber auch, den Berg wieder steil runterzufallen.

Deswegen macht man Kindern schon in jungen Jahren klar: "Du darfst nie aufgeben!" oder "Aus Fehlern lernt man!" Aber: Warum muss man erst Fehler begehen, um es beim nächsten mal richtig zu machen? Das hat für mich noch nie Sinn ergeben. Hier spricht die Perfektionistische- ungeduldige - Planerin. 
Oder: "Entscheide aus dem Bauch heraus", "Entscheide mit dem Herzen". Na toll, was denn nun? Aus dem Bauch heraus oder mit dem Herzen. Um so älter ich wurde um so mehr veränderten sich die Weisheiten. Irgendwann kamen Dinge wie: "Du musst aufhören zu schauen was hinter dir ist, damit du erkennst was vor dir liegt." oder "Leben heißt nicht zu warten bis der Sturm vorbei zieht, sondern im Regen zu tanzen." zu guter letzt "Du kannst es nicht allen recht machen"

Ok viel input. Und stehe ich mal wieder vor einer Entscheidung, wie treffe ich jetzt die richte?
Jeder einzelne Rat ist eine kluge Weisheit, aber alle zusammen lassen ein großes Fragezeichen entstehen. Meistens kann ich vertrauen in meinen "siebten-Sinn", der steht mir immer bei Seite.
Manchmal hintergehe ich ihn und höre auf mein Bauch. oder auf mein Herz. Manchmal gebe ich trotzdem auf obwohl ich gerne kämpfen würde oder mache Fehler, große Fehler aus denen ich lerne aber die ich rückblickend betrachte lieber nicht gemacht hätte. Ich schaue gerne zurück auf vergangenes Glück und laufe an vielen schönen Dingen vorbei, doch schwelge gleichzeitig in Erinnerung wie in Trance. Naja nicht schlimm denke ich. Ich liebe die Sonne und im Regen zu tanzen scheint mir nicht richtig.
Auch wenn man es nicht allen richtig machen kann, versuche ich es trotzdem immer und immer wieder in der Hoffnung es doch zu schaffen.

Manchmal treffe ich eine Entscheidung und Rückblickend betrachtet kannte ich das Ende schon. Ich wusste einfach wie es ausgeht. Vielleicht mache ich gerne Fehler. Vielleicht sollte ich diesen Fehler machen um daraus zu lernen. Vielleicht wollte ich diesen Fehler machen um klüger, stärker und weiser zu werden.
Veränderungen mag ich nicht auch wenn ich am Ende meistens sage "Es ist gut, wie es gekommen ist".
Veränderungen sind Änderungen in meinem Plan, und Planlosigkeit bedeutet für mich Unsicherheit. Vergleichbar mit "auf einem Bein stehen" daraus folgt Unsicherheit, keine Standfestigkeit, Angreifbarkeit. Die Gefahr umzufallen. Risiko.
Vielleicht muss ich ein bisschen mehr in mich vertrauen, auf meinen siebten-Sinn hören und manchmal weniger auf mein Herz, mein Bauch und auf die Erfahrung aus gemachten Fehlern. Manchmal aufgeben, wenn kämpfen keinen Sinn mehr macht und den Sturm vorbeiziehen lassen um wieder die Sonne zu genießen. Es allen recht machen, vielleicht nur nicht denen die es gar nicht verdient haben, die sind es nicht Wert für sie im Regen zu tanzen. Noch ein paar Sekunden zurückblicken und Abschied nehmen, auch übermorgen werden noch neue Dinge vor mir liegen und ein neues Kapitel kann beginnen.


Mittwoch, 17. Oktober 2018

heartbreak


Ich liebe dich, Ich liebe dich nicht , Ich liebe dich, Ich liebe dich nicht, Ich liebe dich, Ich liebe dich nicht...
"Verliebtheit ist ein intensives Gefühl der Zuneigung. Sie wird nach Ansicht von Psychologen von einer Einengung des Bewusstseins begleitet, die zur Fehleinschätzung des Objektes der Zuneigung führen kann. Fehler des anderen können übersehen oder als besonders positive Attribute erlebt werden. Verliebtheit ist kein Dauerzustand, sie besteht als eine Phase über eine längeren oder kürzeren Zeitraum, kann abflauen und sich auflösen oder in Liebe übergehen. Die Gefühle des Verliebtseins können einseitig sein, müssen also nicht erwidert werden. " (Definition, by Wikipedia)

Da war dieser eine Abend an dem alles begann, man lernt jemanden kennen. Man versteht sich ganz gut, redet den Abend über ein bisschen miteinander. Aber am nächsten morgen ist alles wieder wie es vorher war. Keine Handnummern ausgetauscht, keine Freundschaftsanfrage auf Facebook, Snapchat, Instagram und co., es bleibt bei einem schönen Abend mit netten Gesprächen. Aber was ist, wenn diese Person wieder auftaucht, am nächsten Stadtfest. Wieder nette Gespräche, viel zu lachen und man wird sich sympathischer. Es beginnt einzusetzen, dieses eine "Gefühl". Man beginnt, immer mal wieder an die Person zu denken. An die Gespräche und die lustigen Momente. Man begegnet sich zunehmend immer mal wieder, komisch daran ist: Warum vorher nicht? Ist man sich vorher einfach nur nie aufgefallen, oder ist das Schicksal?

Naja, nüchtern betrachtet beeinflussen wir das eventuell auch unbewusst. Wenn man miteinander redet lernt man die Interessen des anderen kennen und besucht Veranstaltungen/Orte die man vorher nicht besucht hat.

Aber zurück zur Story. Das Umfeld beginnt langsam zu Fragen, sich eine Meinung zu bilden und Gefahren anzumerken: "Der passt nicht zu dir", "Der meint es nicht ernst" und darauf folgt "Hoffentlich weißt du was du machst" worauf die mittlerweile Verliebte Person antwortet: "Natürlich weiß ich was ich mache, ich bin ja nicht blöd". Natürlich ist die Person nicht blöd, aber genauso wie es die Definition auch schildert, die Person befindet sich in einem Zustand in dem sie alle negativen Eigenschaften ins positive dreht, Fehler übersieht und in "trance" lebt.
Man lernt sich weiter kennen, aber was nun. Hat das ganze Zukunft oder war alles doch nur eine kurze Romance. Man ist Verliebt und hat Angst die Person zu verlieren. Man möchte sie nicht einengen und gibt ihr "die Zeit die sie braucht um sich darüber klar zu werden, was sie möchte".

Ja klar, eine andere Beschreibung für, "Ich werde warm gehalten, solange wie die Person sich umschaut  ob sie nicht doch noch was besseres findet als mich". Ganz klar, die andere Person ist nicht, genauso wie ich, verliebt.

Man beginnt sich schlecht zu fühlen, hat das Gefühl nicht gut genug zu sein und nicht auszureichen. Fühlt sich nicht schön genug, versucht sich anzupassen, alles perfekt zu machen und steht unter Druck. Die andere Person bekommt das gar nicht mit, interessiert sich nur nebensächlich dafür was man macht. Im schlimmsten Fall, lernt die Person jemanden kennen. Plötzlich geht alles doch ganz schnell, eines morgens zeigt Facebook an: XY ist in einer Beziehung mit XX. Jetzt ist es vorbei. Etwas ist vorbei, was nie wirklich angefangen hat.

Man beginnt zu Vergleichen, "Was hat die, was ich nicht habe". Man redet sich ein, "das ist nur eine Phase, der wird schon merken was er an mir hatte".
Die Zeit vergeht und es wird klar, dass es nicht nur eine Phase war. Die Person hat jemanden besseren gefunden. Man trifft sich mit anderen, aber vergleicht. Was hat der alles nicht, was der alte Typ hatte und damit ist das erste Treffen, dann auch das letzte Treffen. Der, der eigentlich nie der richtige war, mit dem es nie eine Zukunft gegeben hätte, ist das Muster für alle anderen die Natürlich direkt durchfallen. Jeder Mensch ist anders und das ist gut so.

Von jemandem loszukommen ist leichter gesagt als getan. Man ist traurig, enttäuscht vielleicht sogar eingeschüchtert von der Abweisung die man erfahren hat. Sich mit neuen Leuten treffen macht anfangs keinen Sinn. Zuerst muss man abschließen. Man muss Zeit für sich selbst investieren, die Fehler von XY erkennen und ihn gehenlassen. "Wir können ja Freunde bleiben", ein weiteres Synonym für "Wenn es mit meiner Freundin irgendwann nicht mehr läuft, dann können wir es ja nochmal versuchen, aber eigentlich will ich dich nicht".
Besser wäre, "Wir können uns Hallo sagen, wenn wir uns sehen, aber wir sollten getrennte Wege gehen".

Ein Zitat was sich mir eingebrannt hat:
"Niemand will der Verlassene sein, doch heute weiß ich, es ist besser so."
Steckt man sich erstmal neue Ziele, unterhält sich mit neuen Leuten, macht das was einem Spaß macht beginnt man wieder zu Leben. Man möchte niemanden anderen kennenlernen, aber weil man endlich befreit ist, nach vorne schaut und Freude ausstrahlt. Weil das Leben auch ohne die Person wieder so viel zu bieten hat, fängt man an neue Leute zu treffen. Vielleicht auch Menschen wieder zu treffen. Menschen von einer neuen Seite kennenzulernen. Man erfährt Wertschätzung, bekommt eventuell Komplimente und die alte Person rückt in den Hintergrund. Man beginnt jemanden neuen zu treffen, alles noch sehr Geheim damit niemand das mitbekommt, vor allem nicht die alte Person. Es wird Rückschläge geben, in denen man die neue Person mit der alten Person vergleicht. Eigentlich absurd, denn Menschen sind unterschiedlich und mit der alten Person hat es ohnehin nicht geklappt. Man ist vorsichtiger, langsamer und doch hat man vielleicht auch jemanden kennengelernt der besser zu einem passt als die alte Person.